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Christie's, Sotheby's und Phillips im ersten Halbjahr 2026: 6,8 Milliarden Dollar Auktionsumsatz, plus 70 %

Die drei größten Auktionshäuser setzten laut ArtTactic von Januar bis Juni 2026 rund 6,8 Milliarden Dollar um, das umsatzstärkste Halbjahr seit 2022. London verdoppelte sich mehr als. Die Vergleichsbasis war schwach.

6,8 Milliarden Dollar. So viel versteigerten Christie's, Sotheby's und Phillips von Januar bis Juni 2026, inklusive Aufgeld und ohne Autos, nach ArtTactic-Zahlen, über die The Art Newspaper am 10. Juli 2026 berichtete. 70 % mehr als ein Jahr zuvor, das umsatzstärkste erste Halbjahr seit 2022. Deloitte kommt für die führenden internationalen Häuser auf ähnliche 71 %.

Christie's setzte 3,4 Milliarden Dollar um, plus 71 % nach 2 Milliarden. Sotheby's kam auf 2,8 Milliarden, ebenfalls plus 71 %, nach 1,6 Milliarden. Die deutlich kleinere Phillips erreichte 505,4 Millionen, plus 59 % nach 318 Millionen. Die Verkaufsquote lag bei 91 %.

Überraschung des Halbjahres war London. Der Umsatz dort stieg um 131 % auf 1,42 Milliarden Dollar, rund 28 % davon aus einer einzigen Auktion: der Lewis Collection, die Sotheby's im Juni für etwa 390 Millionen versteigerte. USA Art News nennt sie die teuerste Einzelsammlung, die je in Europa unter den Hammer kam. Hongkong wuchs um fast 30 % auf 764 Millionen, verlor aber Marktanteil.

Den Rest erledigte New York im Mai. Das teuerste Los bei Christie's war Constantin Brancusis Danaïde, um 1913, für 107,6 Millionen Dollar. Nur Kunst gerechnet setzte Christie's bis Juni 2,7 Milliarden um, plus 78 %, Sotheby's 2,3 Milliarden, plus 88 %, so die Auswertung von USA Art News vom 11. Juli 2026.

Vorsicht bei den Prozentzahlen. Die Basis war niedrig: Im ersten Halbjahr 2025 hatte Christie's 2 Milliarden und Sotheby's 1,6 Milliarden umgesetzt. Und eine einzige Sammlung, Lewis, trägt einen großen Teil der Summe. ArtTactic sieht die Erholung trotzdem breiter als die Spitzenlose, mit einem Rekord von 33.474 online verkauften Losen.

Der nächste Test sind die Herbstauktionen in London, Hongkong und New York, diesmal ohne eine Sammlung von der Größe der Lewis Collection.

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